Anton Pech
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Manfred Rimpler, Marita Haller, Willi Steger

Anton Pech der Fotograf des Bayerischen Waldes

• Hardcover • DIN A4 • 212 Seiten

• ISBN 978-3-937067-13-1 • 24,90 Euro

Über 200 historische Postkarten und Fotos aus dem Bayerischen Wald und Böhmen, sowie eine Lebensbeschreibung von Anton Pech.

 

24,90 Euro,
ISBN 978-3-937067-13-1
212 Seiten, 300 Abbildungen,

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Anton Pech wurde am 12. Dezember 1884 in Morgenthau, Nordböhmen, geboren. An der Glasfachschule in Haida/Novy Bor erlernte er das Gravurhandwerk. Mit 19 Jahren kam er nach Bayern, in die Glashütte der Steigerwalds in Regenhütte, wo er als Zeichner und Graveur Arbeit fand. Mit 20 Jahren übernahm er die Leitung der Gravurklasse in der im Jahr 1904 gegründeten, ersten deutschen Glasfachschule in Zwiesel, an der er 23 Jahre lang mit nachhaltigem Erfolg wirkte.

Das Buch beginnt mit Anton Pechs Kinder- und Jugendjahren in Morgenthau in Nord-Böhmen. Durch zahlreiche Bilder und Dokumente gibt es Einblick in das damalige Schulwesen und in das Familien- und Berufsleben der ehemaligen Hochburg für Glasveredler. Dabei werden natürlich die böhmischen Glasfachschulen und die Kunst der Veredlung besonders angesprochen.

Nach einem Kapitel über den Fachschullehrer Anton Pech wird seine Leidenschaft zur Fotografie, Malerei und zum Theater aufgegriffen. Viele Zwieseler und Dörfler werden erstaunt sein, wenn sie im Buch ihre Großeltern als begeisterte Theaterspieler, Sänger, Feuerschützen, Eisläufer oder Turner wieder finden.

Über Feldpostbriefe und private Aufzeichnungen erfährt der Leser die schwierigen Verhältnisse in der Zeit der beiden Weltkriege. Wanderbeschreibungen von Anton Pech entführen zu den Waldhirten auf den Schachten.

Ein weiteres Kapitel stellt Anton Pech als Leiter der ersten Fremdenverkehrsabteilung in Zwiesel vor. Das Ehrenmitglied des Bayerischen Wald-Vereins warb in ganz Deutschland mit Einfallsreichtum, Ausdauer und Kompetenz für den Aufbau des Tourismus im Bayerischen Wald, einem Wirtschaftszweig der heute nicht mehr wegzudenken ist. Viele seiner damaligen Anregungen werden heute wieder entdeckt.

Auf Pechs Empfehlung wurden Naturschutzgebiete ausgewiesen. Er arbeitete Wanderwege aus und markierte sie nach einheitlichen Richtlinien. Am Bau der neuen Schutzhütten auf den Bayerwaldbergen war er ebenso beteiligt, wie am Bau des heutigen Freibads in Zwiesel. Nach Anton Pech wurden in Bayerisch Eisenstein und Zwiesel Straßen benannt.

Pech war bekannt für seine Wortschöpfungen, mit welchen er in Prospekten und Zeitschriften mit großem Erfolg für seine zweite Heimat warb. Den bizarren Felsen auf dem Großen Arber nannte er „Richard-Wagner-Kopf“ und die Saldenburg bei Tittling war für ihn die „Waldlaterne“. Mit seinen einzigartigen Gemälden und kunstvollen Fotographien, von welchen er heute noch gern gesammelte Postkarten anfertigte, dokumentierte er das Leben der Bayerwäldler, ihre Kultur und ihre Heimat.

Wie kein Zweiter verstand es der Künstler Freunde von Rang und Namen um sich zu scharen. Zu seinen engsten Freunden, die im Buch humorvoll ebenfalls eine Würdigung erfahren, zählten Josef Bayer, Schleifermeister in der ruhmreichen Glashütte Theresienthal und Erfinder der weltberühmten Gläsernen Uhren, der respektierte Lehrer und Geologe Professor Dr. Georg Priehäußer, der unvergessliche Paul Friedl, der originale „Nattern Lang“ und der Glashüttendirektor Richard Mittinger, „der mit Tintenfässern warf“, um nur einige zu nennen. Anton Pech war auch der Kristallisationspunkt für
Heimatvertriebene und Verwandte nach 1945 in Zwiesel.

Neben Anton Pechs ausgezeichneten Gemälden und Gravurarbeiten kommen auch viele seiner herausragenden Kunst-Fotografien zur Erinnerung. Besonders sehenswert sind die Postkarten, die alte Ansichten z.B. vom Zwieseler Winkel, Regen, Lam, Deggendorf, Spiegelau, böhmischen Dörfern, wie auch das Waldler-Braumtum zeigen.

Dieses geschichtliche Werk, das auch höchst vergnügliche Geschichten aus Pechs Freundeskreis enthält, entstand in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein d’Ohetaler Riedlhütte e.V. und dem Bayerischen Wald-Verein. Unterstützt wurde es vom „Kultur-fond Bayern“ und der „Kulturstiftung des Bezirks
Niederbayern“.

Die Autoren, die Monate lang ehrenamtlich für dieses Buch recherchierten, sind Manfred Rimpler, Berlin, der Großneffe von Anton Pech, Marita Haller, Zwiesel, Mitglied des Kultur- und Presse Ausschusses des Bayerischen Wald-Vereins und Willi Steger, Kulturbeauftragter und Verlagsleiter des Ohetaler Verlags, Riedlhütte. Die reich bebilderte Publikation wird von der
Glaskönigin Simone Molz als eine ihrer letzten Amtshandlungen im wahrsten Sinne des Wortes mit Wasser aus Bayern und Böhmen aus der Taufe gehoben.

 

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Heimatverein " d'Ohetaler  Riedlhütte e.V."
Hans Schopf, Vorstand

Kühbergweg 28, 94566 Riedlhütte
Tel. 08553/97 888 70, Fax 08553 97 888 73
e-mail: ohetaler-verlag@gmx.de

Letzte Änderung: 14.05.2012 19:05